Auggen · 2025
Wo ist es schwierig, die Straße zu überqueren? Wo fehlt ein Platz zum Sitzen? Und was macht Auggen als Weinort unverwechselbar? Für das Gemeindeentwicklungskonzept haben wir die großen Zukunftsfragen mit den Erfahrungen aus dem Alltag verbunden. Auch die Kinder kamen dabei zu Wort.

Die Herausforderung
Auggen wollte seine Ortsentwicklung auf eine gemeinsame Grundlage stellen. Dabei ging es um die Qualität öffentlicher Plätze, das Zusammenleben, die Mobilität und den Erhalt der gewachsenen Identität. Die Herausforderung bestand darin, aus vielen einzelnen Anliegen nachvollziehbare Ziele für die gesamte Gemeinde zu entwickeln.
Unsere Arbeit
Gemeinsam mit KommunalKonzept Sanierungsgesellschaft begleiteten wir die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts. Eine Bürgerumfrage mit 134 Teilnehmenden lieferte erste Hinweise. Im Juli erkundete eine vierte Klasse der Brunwart-von-Augheim-Schule den Ort. Die Kinder hielten fest, welche Wege, Plätze und Verkehrssituationen sie beschäftigen, und stellten ihre Ergebnisse dem Bürgermeister und in der Zukunftswerkstatt vor.
Dort wurden die Kinderperspektiven mit den Anliegen der Erwachsenen verbunden. Gemeinsam ging es um die Zukunft des Ortes: etwa Treffpunkte, mehr Schatten und Grün sowie sichere Wege. Hinweise zum Verkehr konnten zusätzlich auf einer digitalen Karte ergänzt werden. Wir bündelten die Beiträge; die Verwaltung prüfte den Bezug zu bestehenden Planungen, und der Gemeinderat setzte Prioritäten.
Das Ergebnis
Am 21. Oktober 2025 verabschiedete der Gemeinderat das Gemeindeentwicklungskonzept. Es verbindet die Bestandsaufnahme mit Zielen und einem Maßnahmenplan. Damit liegt eine Grundlage vor, an der sich weitere Entscheidungen orientieren können. Die konkreten Erfahrungen der Kinder sind darin Teil der gemeinsamen Ortsentwicklung.



