Dia­log­markt Herz­stück Ötigheim

Jutta Breitschwerd
31. Oktober 2026

Wie wird aus einem städ­te­bau­li­chen Ent­wurf ein ver­ständ­li­ches Gespräch über die Zukunft eines Ortes? Beim Dia­log­markt „Herz­stück Ötig­heim“ am 3. Mai 2026 kamen rund 400 Men­schen in der Mehr­zweck­hal­le zusam­men. Sie infor­mier­ten sich über die neue Orts­mit­te, stell­ten Fra­gen und brach­ten eige­ne Hin­wei­se ein.

Das Pro­jekt: Eine neue Mit­te für das Gemeindeleben

Die Orts­mit­te soll Raum für Begeg­nung, Auf­ent­halt, Frei­zeit und öffent­li­che Nut­zun­gen bie­ten. Grund­la­ge ist der Sie­ger­ent­wurf eines mehr­stu­fi­gen städ­te­bau­li­chen Wett­be­werbs, der die Zie­le des Gemein­de­ent­wick­lungs­kon­zepts kon­kre­ti­siert. Frei­räu­me, Rat­haus, Schu­le, Anto­ni-Haus und Mehr­zweck­hal­le müs­sen dabei im Zusam­men­hang betrach­tet werden.

Die Her­aus­for­de­rung: Kom­ple­xe Pla­nung trifft auf Alltagserfahrung

Ein Gesamt­ent­wurf wirft vie­le kon­kre­te Fra­gen auf: Wo fin­den Ver­ei­ne künf­tig Platz? Wie funk­tio­nie­ren Wege und Anlie­fe­rung? Was bedeu­tet die Umge­stal­tung für die Nach­bar­schaft? Und wie las­sen sich leben­di­ge Treff­punk­te mit Ruhe, Schat­ten und guter Erreich­bar­keit verbinden?

Zugleich brauch­ten die Teil­neh­men­den Klar­heit dar­über, was bereits ent­schie­den war und wo ihre Hin­wei­se die wei­te­re Pla­nung noch beein­flus­sen konn­ten. Das Ver­an­stal­tungs­for­mat soll­te einen fun­dier­ten Über­blick und per­sön­li­che Gesprä­che ermög­li­chen – auch für Men­schen, die nur kurz vor­bei­schau­en wollten.

Unse­re Lösung: Ein offe­ner Infor­ma­ti­ons- und Dialogmarkt

Unser Ansatz ver­band kur­ze Ein­füh­run­gen mit frei zugäng­li­chen The­men­stän­den. Zwei Vor­trags­run­den erläu­ter­ten die Ent­wick­lungs­zie­le, das Wett­be­werbs­ver­fah­ren und die Leit­ideen des Sie­ger­ent­wurfs. Anschlie­ßend konn­ten die Besucher:innen die für sie wich­ti­gen The­men vertiefen.

An den Stän­den kamen sie direkt mit den betei­lig­ten Archi­tek­tur­bü­ros und Vertreter:innen der Gemein­de ins Gespräch. Plä­ne, Infor­ma­ti­ons­ta­feln und ein groß­for­ma­ti­ger Boden­plan mach­ten räum­li­che Zusam­men­hän­ge anschau­lich. Fra­gen, Anre­gun­gen und Kri­tik wur­den festgehalten.

Die offe­ne Gestal­tung mit einem Zeit­fens­ter von 13 bis 16 Uhr erleich­ter­te die Teil­nah­me. Der Dia­log­markt war in den auto­frei­en Sonn­tag ein­ge­bet­tet und ließ sich mit dem par­al­lel statt­fin­den­den Pfarr­fest verbinden.

Das Ergeb­nis: Kon­kre­te Hin­wei­se für die wei­te­re Planung

Die Rück­mel­dun­gen reich­ten von Ideen für gemein­schaft­lich genutz­te Räu­me und einen grü­nen Dorf­platz bis zu Fra­gen nach Park­plät­zen, Bau­pha­sen und Lärm­schutz. Auch Schat­ten, Spiel­an­ge­bo­te und die Aus­stat­tung der Mehr­zweck­hal­le wur­den ange­spro­chen. Neben Zustim­mung zum Gesamt­ent­wurf gab es kri­ti­sche Hin­wei­se und unter­schied­li­che Vorstellungen.

Die Bei­trä­ge wur­den nach The­men gebün­delt. Sie zei­gen, wel­che Anfor­de­run­gen und Ziel­kon­flik­te in der wei­te­ren Pla­nung geprüft und abge­wo­gen wer­den müs­sen. Die Ver­an­stal­tung war damit ein Bau­stein im lau­fen­den Ent­wick­lungs­pro­zess der Ortsmitte.

Was den Dia­log­markt auszeichnet

Das For­mat ver­bin­det ver­ständ­li­che Infor­ma­ti­on mit per­sön­li­chem Aus­tausch. Men­schen wäh­len ihre The­men selbst, kön­nen direkt nach­fra­gen und ihre All­tags­er­fah­rung ein­brin­gen. Ent­schei­dend sind klar benann­te Gestal­tungs­spiel­räu­me, eine nach­voll­zieh­ba­re Doku­men­ta­ti­on und die Rück­mel­dung, wie mit den Hin­wei­sen wei­ter­ge­ar­bei­tet wird.

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