Arbeitsweise
Formate
Welches Format passt, hängt von Ziel, Gruppe und Entscheidungsspielraum ab. Die meisten Prozesse verbinden mehrere Formate, vor Ort und online.
Informieren

Informationsveranstaltung
Verwaltung und Fachplanung stellen das Vorhaben vor, die Bürgerschaft fragt nach. Fragen und Antworten werden dokumentiert und veröffentlicht.
Beispiel: Auftakt Leitbild Heddesheim, März 2025

Podiumsdiskussion
Fachleute mit unterschiedlichen Positionen diskutieren ein strittiges Thema, das Publikum bringt eigene Fragen ein. Vor Ort oder online.
Beispiel: Oberried

Dialogmarkt
Themenstände statt Bühne: Die Besucherinnen und Besucher gehen von Stand zu Stand und sprechen direkt mit Verwaltung und Planung. Geeignet für große Gruppen.
Beispiel: rund 400 Menschen in Ötigheim, 2026
Entwickeln und abwägen

World Café
Kleingruppen an Tischen, mehrere Gesprächsrunden mit wechselnder Besetzung, Ergebnisse auf Tischdecken festgehalten. Auch als Themencafé.
Beispiel: Waldkirch

Planungswerkstatt
Arbeit mit Plänen und Luftbildern an konkreten Flächen: Die Gruppen skizzieren Varianten und begründen ihre Vorschläge.
Beispiele: Cuppamare-Areal Kuppenheim 2025, Mobilfunk Altenriet 2026

Open Space
Die Teilnehmenden setzen die Themen selbst und bilden Gruppen nach Interesse. Gut am Anfang eines Prozesses, wenn Ideen gesammelt werden.
Haushaltsspiel
Jede Gruppe verteilt 100 Thaler auf die Aufgaben der Gemeinde und sieht, wo im Haushalt tatsächlich Spielraum liegt.
Beispiel: Roigheim 2026
Systemisches Konsensieren
Statt abzustimmen, bewerten alle ihren Widerstand gegen jede Option. Gewählt wird die Lösung mit dem geringsten Widerstand.
Beispiel: Bürgerforum Haushalt Werbach 2026
Unterschiedliche Gruppen erreichen

Aufsuchende Beteiligung
Beteiligung dort, wo Menschen ohnehin sind: Wochenmarkt, Schulhof, Vereinsheim. So kommen Stimmen dazu, die bei Abendveranstaltungen fehlen.
Beispiele: Umkirch 2022, Herbolzheim 2025

Ortsrallye
Kinder und Jugendliche erkunden ihren Ort, markieren Lieblingsorte und Problemstellen und stellen die Ergebnisse vor.
Beispiele: Sulzburg, Auggen, Hornberg
Filmprojekte
Jugendliche drehen Kurzfilme über ihren Ort, von der Idee bis zum Schnitt. Die Filme werden öffentlich gezeigt und fließen in die Beteiligung ein.
Beispiele: Jugendfilm Herbolzheim, Kirchzarten
Graffiti-Workshop
Jugendliche entwickeln Motive für eine Wand im öffentlichen Raum und setzen sie mit fachlicher Begleitung um.

Senioren-Café
Ältere Menschen sprechen bei Kaffee und Kuchen über das Leben im Ort: was funktioniert, was fehlt, was sich ändern sollte.
Beispiel: Alpirsbach
Online und in Wettbewerben

Online-Beteiligung
Befragungen, Ideenkarten und Foren ergänzen die Veranstaltungen vor Ort. Die Beiträge werden gemeinsam mit denen aus den Veranstaltungen ausgewertet.
Beispiele: „Sindelfingen macht mit!“, meinLB Ludwigsburg

Beteiligung in Wettbewerben
Die Bürgerschaft formuliert vorab Anforderungen an den Wettbewerb und bewertet die Entwürfe in einer Ausstellung. Die Ergebnisse gehen an das Preisgericht.
Beispiel: Mannheim
Kontakt
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